Motorrad-Saison 2017: Trends und Marktzahlen - SWISS-MOTO - Motorrad-, Roller- und Tuning-Messe - Medienmitteilungen

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Motorrad-Saison 2017: Trends und Marktzahlen

Publiziert am 11.01.2017 von Andreas Sieber

Die Motorrad-, Roller- und Tuning-Show SWISS-MOTO gilt jedes Jahr als Startschuss in die neue Töff-Saison. Vom 16. bis 19. Februar 2017 wird die Messe Zürich zum 14. Mal zum ultimativen Anziehungspunkt für die Schweizer Zweiradfans. Alle Neuheiten werden an den vier Messetagen zu bewundern sein. Die Trends: Retro-Bikes, kostengünstige Allrounder, futuristische Designs und noch mehr Elektronik. Sonderausstellungen und spektakuläre Shows machen den Besuch der SWISS-MOTO zum Erlebnis für jeden Töff-Fan.

An der SWISS-MOTO vom 16. bis 19. Februar 2017 werden wieder Zehntausende von Besuchern aus dem In- und Ausland durch die sieben Hallen der Messe Zürich flanieren und die Neuheiten von rund 400 Marken aus den Bereichen Motorrad, Roller und Quads sowie der Bekleidungs-, Zubehör- und Tuningbranche bewundern.

2016: Der Markt hat sich beruhigt
Nach den Rekordzahlen bei den Motorradverkäufen im Vorjahr (Steigerung 17,1 %!) stabilisierte sich der Markt auf hohem Niveau. Von Januar bis Dezember 2016 wurden gemäss der Schweizerischen Fachstelle für Zweiradfragen (SfZ) 26'391 Motorräder zugelassen, das entspricht einem leichten Rückgang von 3,40 Prozent (Vorjahresperiode: 27'319 Motorräder). Wegen der Anpassung ihrer Modellpaletten an die ab 2017 geltenden, neuen Euro 4-Normen (Lärm/Abgas) gaben sich zudem die Hersteller in Sachen Neuheiten für die Saison 2016 eher zurückhaltend. Ganz im Gegensatz zu 2017, wo vor allem aus Europa und Fernost eine wahre Flut von Neuheiten präsentiert wurde, die allesamt an der SWISS-MOTO zu sehen sein werden.

Der Roller-Markt musste hingegen 2016 Federn lassen. 19'506 verkaufte Roller 2016 (Januar bis Dezember) gegenüber 21'616 «Scootern» in der Vorjahresperiode entsprechen einem Rückgang von 9,76 Prozent. Die Hintergründe des Rückgangs sind einerseits eine gewisse Marktsättigung, andererseits dürfte auch der Boom bei den E-Fahrrädern in diesem Segment mit hohem Nutzfahrzeugcharakter seine Auswirkungen gezeigt haben.

Auch bei den «Quads» (vierrädrige Strassen- und Offroad-Flitzer für den Nutzfahrzeug- und Freizeitbereich) ist ein Rückgang zu vermelden: Die Verkäufe sanken von Januar bis Dezember 2016 auf 1’534 Stück, in der Vorjahres-Periode waren es noch 1’662 Einheiten gewesen (Rückgang 7,70 Prozent).

Der Zweirad-Gesamtmarkt (Motorräder, Roller, Quads) sank gegenüber der Vorjahresperiode um 6,21 Prozent auf 45'897 Stück (Vorjahr 48'935).

Der Gesamtbestand an immatrikulierten Motorrädern in der Schweiz beträgt weiterhin fast eine halbe Million. Gemäss Schweizerischer Fachstelle für Zweiradfragen (SfZ) wird allein mit dem Verkauf von Motorrädern, Rollern und Occasionen die Hälfte des Jahresumsatzes von 1,1 Milliarden Franken erzielt, die andere Hälfte betrifft die Bereiche Service, Ersatzteile, Reifen, Zubehör und Bekleidung.

Im Trend: Retro-Bikes, aggressives Styling, Baukasten-Modellpaletten, noch mehr Elektronik

  • Trend Nr. 1: Retro ist absolut in. Ducati weitet die erfolgreiche Scrambler-Baureihe aus, BMW macht dasselbe mit diversen neuen R nineT-Varianten, Triumph schiebt neue Zweizylinder-Modelle mit 900 und 1200 ccm Hubraum nach, Honda bietet seine edle Retro-CB 1100 jetzt in zwei Versionen an und Yamaha bringt neue Retro-Derivate seiner mit modernster Technik ausgestatteten Zwei- und Dreizylinder-Bikes.
  • Trend Nr. 2: Beim Styling der modernen Allround-Töff für die urbane Kundschaft steht insbesondere bei den Japanern (abgesehen von Honda) und KTM aggressives, wild zerklüftetes Styling im Zentrum. Yamaha nennt das „böse“ Design seiner MT-Baureihe „The Dark Side of Japan“, während Kawasaki mit dem „Sugomi“-Charakter seiner optisch kampfeslustigen Z- und Ninja-Baureihe wirbt.
  • Trend Nr. 3: Nicht nur bei den Töff mit Retro-Flair steht dem Endverbraucher ein immer breit gefächertes Angebot von Original-Zubehör zur individuellen Gestaltung zur Verfügung. Jetzt gehen einige Hersteller noch einen Schritt weiter und bieten mit aus dem eigenen Zubehör veredelte Motorräder gleich selbst als eigenständige Modelle an.
  • Trend Nr. 4: Preisgünstige Allround- und Mittelklasse-Motorräder haben wieder ihren festen Platz in den Modellpaletten, auch bei den Premiumherstellern: BMW bringt die G 310 GS, Ducati die luftgekühlte Monster 797 und den „Vernunftsportler“ Supersport 937, Honda den Motorrad-Roller-Hybrid X-ADV, Kawasaki zwei brandneue Zweiyzlinder-650er, KTM aktualisiert seine Duke-Palette und Suzuki versucht mit der überarbeiteten V-Strom 650, den Einstieg in die Töffwelt so einfach und günstig wie möglich zu gestalten.
  • Trend Nr. 5: noch mehr Elektronik. Ohne frei wählbare Fahrmodi, Traktionskontrolle, Quickshifter (Schalten ohne Kupplungsbetätigung), Multimedia-Plattform und LED-Beleuchtung ist selbst in der Mittelklasse kein Blumentopf mehr zu gewinnen bzw. zu verkaufen. In Schräglage wirksame ABS-Systeme («Kurven-ABS») und GPS-gesteuerte Federelemente setzten sich immer mehr durch. Bei den Topmodellen steuern Gyro-Sensoren hochkomplexe Systeme, die sämtliche Bewegungen des Motorrads in Echtzeit erfassen und in die Steuerung von Fahrwerk, Motor und Bremsen einfliessen lassen.
  • Trend Nr. 6: Trotz des seit Jahren rückläufigen Sportsegments feiern die Oberklasse-Supersportler ein überraschendes Revival – als Prestigeobjekte mit mindestens 1000 ccm, rund 200 PS und allen erdenklichen elektronischen Features. Ducati bringt die 1299 Superleggera, Honda die Fireblade SP, Kawasaki die ZX 1000 RR und Suzuki die GSX-1000. Nur die 600er-Supersportler sind – ausser von Yamaha mit der neuen YZF-R6 – endgültig aufs Abstellgleis geschoben worden.

Roller: In der Schweiz dominieren die 125er
Das 125-ccm-Segment ist weiterhin mit klarem Abstand der wichtigste Roller-Markt in der Schweiz (12'345 Einheiten), gefolgt von der 50 ccm-Klasse mit 2’884 und der Klasse 250 bis 500 ccm mit 2’261 Stück (Periode Januar bis Dezember 2016). Wie bei den Motorrädern setzen sich LED-Lichttechnik, TFT-Displays, Traktionskontrollen und die Kompatibilität mit dem Smartphone auch bei den für Freizeit und Alltag konzipierten Rollern unaufhaltsam durch.

Motorradbekleidung: Parallel zu den Motorradtrends
Die Töffbekleidung entwickelt sich parallel zu den Trends bei den Fahrzeugen. Klassik-Design, individuelles Outfit und vor allem Lifestyle stehen immer mehr im Zentrum. Das Angebot ist genauso gross wie vielfältig, in der Preisskala gibt es nach unten und vor allem nach oben keine Grenzen. Sämtliche namhaften Motorradhersteller führen vollständige, farblich und technisch auf die Fahrzeugpalette abgestimmte Kollektionen im Programm.

Als Ergänzung und Bereicherung bietet die freie Bekleidungs-, Zubehör- und Accessoires-Branche, die an der SWISS-MOTO wie immer das Salz in der Suppe bildet, ihre Produkte an. Technisch steht der integrierte, kabellose Airbag für Rennkombis und Jacken (Leder und Textil) kurz vor dem Durchbruch auf breiter Ebene, und zwar nicht nur im Rennsport, sondern auch auf für den Einsatz auf öffentlichen Strassen. Bei den Helmen liegen individuelle Design- und Farbgestaltungen sowie Kommunikationssysteme – zum Einbau oder bereits fixfertig integriert – im Trend.

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Kommunikatonsleiter
Herr Andreas Sieber
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