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2. Januar 2012 
SWISS-MOTO 2012: Motorradneuheiten

Viel Neues für Reise, Sport und Alltag

Die erfreulich zahlreichen Neuheiten für die bald beginnende Motorrad-Saison stehen unter klaren Vorzeichen. Erstens versuchen verschiedene Hersteller ernsthaft, die BMW-Burg mit der seit vielen Jahren konkurrenzlosen Reise-Enduro R 1200 GS zu stürmen. Zweitens setzt Ducati mit der 1199 Panigale einen neuen Meilenstein in der Sport-Topklasse. Auch Yamaha hat jetzt beim überarbeiteten Topmodell R1 eine Traktionskontrolle eingebaut. Und drittens sind kostengünstige, attraktive Mittelklasse-Bikes im Aufwind.



Einfache Bedienbarkeit, hoher Komfort, modernste Elektronik, dazu Schönheit und Umweltverträglichkeit: Was bei den Vierrädrigen schon lange Standard ist, ist heute auch bei den Motorrädern selbstverständlich geworden. Ohne elektronisch gesteuerte Einspritzanlagen, Traktionskontrollen, Antiblockiersysteme (ABS),  Katalysatorentechnik und natürlich Flüssigkeitskühlung ist heute in allen Klassen kein Staat mehr zu machen. Der «elektronische Gasgriff» (Drive-by-wire) findet je länger, je mehr auch Verbreitung bei Mittelklasse-Modellen, genauso wie per Knopfdruck von Lenker aus abrufbare Veränderungen von Motorleistung und –charakteristik.

Im Sportsektor gehören bei den Topmodellen «Quick-Shift»-Schaltungen (sie erlauben das Schalten ohne Kupplungsbetätigung mit der linken Hand, quasi das Analog-System zur Tipptronic beim Auto) genauso zur Basis-Ausrüstung wie von aussen per Laptop mehr oder weniger frei elektronisch programmierbare Motoreinstellungen.

Dennoch verhält sich die reine Töff-Kundschaft einigen technischen Neuheiten gegenüber sehr zurückhaltend oder gar ablehnend. Motorräder mit hundertprozentigen Automatik-Getrieben gibt es zwar seit drei Jahren (Honda DN-01, Aprilia Mana 850), aber der grosse Durchbruch auf dem Markt ist ihnen bisher nicht gelungen. Die neue Honda 1200 Crosstourer hat immerhin ein Doppelkupplungsgetriebe, welches Schalten ohne manuelles Kuppeln erlaubt. Motorräder mit Elektro-Antrieb fristen weiterhin ein Mauerblümchendasein, diese Technik hat bei den Motorrädern noch nicht Fuss gefasst.

Trotz aller Technik-Innovationen hat kein Hersteller das heutzutage fast ausschliesslich als Hobby-Fahrzeug verwendete Motorrad für die kommende Saison neu erfunden. So stehen für 2012 wie bis anhin Spass und Freizeit im Zentrum, reicht die Traumbike-Palette vom sündigen Mega-PS-Bike über schwergewichtige Reisedampfer bis hin zum Rennstrecken-tauglichen Sportflitzer.

Vor dem Hintergrund eines im Motorrad- und Rollersektor trotz Euro-Krise erfreulich kräftig gewachsenen Schweizer Marktes (Gesamtmarkt plus 9,35 Prozent, Stand Ende November 2011) erhoffen sich die Landesimporteure dank ihren attraktiven Neuheiten zusätzliche frische Impulse. Dabei ist allen klar: Ohne zeitgemässes Design und ohne attraktives  Preis-/Leistungsverhältnis wird auch der technisch fortschrittlichste Töff wie Blei im Schaufenster stehen.

Die wichtigsten Trends für 2012

Sturm auf die BMW-Burg:
Seit vielen Jahren ist die BMW R 1200 GS eines der bestverkauften Motorräder der Welt; in der Schweiz führt sie seit sechs Jahren die Modell-Hitparade an. Jetzt bekommt sie erstmals heftige Konkurrenz aus verschiedenen Lagern. Die Herausforderer sind aber nicht lediglich GS-Kopien, sondern eigenständige Konzeptvarianten eines bedingt geländegängigen Reisemotorrads: Honda bringt den Crosstourer 1200 mit V4-Motor, Triumph die dreiyzlindrige Tiger 1200 Explorer, Kawasaki die Versys 1000 mit Vierzylinder-Reihenmotor.

Die Sport-Welt steht kopf: Seit BMW vor zwei Jahren mit der S 1000 RR mit 200 PS-Vierzylinder-Motor die Vorherrschaft bei den Topsportlern übernommen hat, ist nichts mehr Weltbewegendes in diesem Sektor passiert. Doch nun schlägt die Ducati 1199 Panigale (in diesem Vorort Bolognas steht das Ducati-Werk) wie eine Bombe in diesem Sektor ein. Mit ihrem V2-Motor mit 195 PS, nur 188 kg (vollgetankt!), ihrer Fülle an Bordelektronik und vor allem ihrem minimalistischen Monocoque-Alu-Rahmen wird sie auch in Zürich für Furore sorgen.

Attraktive Mittelklasse: Auffällig sind die vielen Neuheiten mit besonderer Beachtung eines attraktiven Preis-/Leistungsverhältnisses. Dazu gehören zum Beispiel die Honda NC 700 (zwei Varianten), die Kawasaki ER-6 (ebenfalls zwei Modelle), die bereits erhältliche Suzuki DL 650 V-Strom und die KTM 690 Duke.

Untenstehend finden Sie alle Neuheiten, die an der SWISS-MOTO zwischen dem 16. und 19. Februar 2012 zu bewundern sein werden:

Aprilia RSV4 R APRC: Sie stammt vom Edelsten aller Aprilia-Bikes und gewissermassen der Replica von Max Biaggis Superbike-Weltmeistermotorrad der Saison 2010, der RSV4 Factory APRC SE, ab. Mit ihrem 180 PS starken V4-Motor und modernster Elektronik inklusive Traktionskontrolle gehört sie zu den Topmodellen der Sportgeneration der Gegenwart. Im Unterschied zum Topmodell Factory SE besitzt sie etwas weniger Karbon-Anbauteile und keine Öhlins-Federelemente.

Aprilia Dorsoduro 1200: Neue Farben, aber keinerlei technische Retuschen kennzeichnen die Dorsoduro Baujahr 2012. Die Italienerin bleibt also bei ihren 130 PS, den drei frei wählbaren Leistungs-Modi sowie der Traktionskontrolle.

BMW S 1000 RR: Das erfolgreichste und stärkste Sportmotorrad der vergangenen zwei Jahre wurde erstmals überarbeitet. Das Heck ist schlanker geworden, das mächtige Motordrehmoment mit einem neuen Mapping etwas ausgewogener gestaltet. Retuschen gab es auch an der Elektronik für die Traktions- und Wheelie-Kontrolle. Die Gesamtübersetzung wurde leicht gekürzt. Das Chassis erhielt einen kürzeren Radstand und etwas mehr Nachlauf für eine ausgewogenere Balance.

BMW G 650 GS Sertão: Die  seit Jahren bekannte und zuverlässige Einsteiger-BMW mit Einzylinder-Motor und 650 ccm gibt es nun im attraktiven Sertão-(eine Wüstengegend im Süden Brasiliens)-Look. Mit deutlich mehr Federweg (40 mm vorne, 45 mm hinten), Speichenrädern (vorne 21 Zoll), kleiner Frontscheibe und Handschützern wirkt sie deutlich grösser und erwachsener als das Basismodell.

BMW F 800 R: Das technisch unveränderte Naked Bike mit dem 800er-Twin-Motor erhielt neue Seitenverkleidungsteile, ein kleines Windschild und einige kleinere optische Retuschen.

Ducati Streetfighter 848: Extremer Look, extreme Technik – die «kleine» Streetfighter rollt genauso eindrücklich auf ihren dicken Sohlen daher wie die grosse Schwester mit 1098 ccm. Der nur leicht leistungsreduzierte V2-Motor der 848 Evo dürfte für eindrückliche Beschleunigungswerte sorgen, der neu gezeichnete Rahmen und der verhältnismässig hohe Lenker sorgen dennoch für eine entspannte, strassentaugliche Sitzposition.

Ducati 848 Evo Corse Spezial Edition: Vorwiegend für die Rennstrecke gedachtes Sondermodell der 848 Evo mit achtstufiger Traktionskontrolle, grösseren Bremsscheiben und Öhlins-Zentralfederbein.

Ducati 795 Monster: Die in Thailand gebaute 795 Monster ist vor allem für den Einstieg Ducatis in den asiatischen Wachstumsmarkt gedacht. Sie basiert auf der bekannten 796, hat aber eine klassische Zweiarmschwinge und Gussräder.

Ducati 1199 Panigale: Der ganz grosse Hammer für die Saison 2012 kommt aus Italien und nennt sich 1199 Panigale, quasi als Bekenntnis zum Produktions-Standort Bologna-Panigale. Die Eckdaten des Hyper-Renners sind eindrücklich: V2-Motor mit 1198 ccm und 195 PS, 168 kg (trocken), Alu-Monocoque-Rahmen mit mittragendem Motor. Die Bordelektronik der in drei Versionen (Normal, S, Tricolore) erhältlichen Panigale hat es in sich: DES, DTC, DQS, EBC, LBR, ABS, EBC, DDA+ …; kurz: Es gibt nichts Elektronisches, was es in diesem Sportflitzer nicht gibt, inklusive Traktions-, Wheelie- und Launchcontrol.

Ducati Diavel 1198 Cromo: Das Sondermodell der auf dem Markt erfolgreichen Diavel besitzt einen geänderten Sattel, viele gebürstete Alu-Teile (Scheinwerfer-Gehäuse, Lenker, Auspuffkrümmer). Optisch ein grosser Hingucker.

Harley-Davidson Dyna Switchback: Die legendäre amerikanische Cruiser- und Chopper-Schmiede ist in der Schweiz bei den Motorrädern mit mehr als 500 ccm zur klaren Nummer 1 aufgestiegen. Der besondere Hit für 2012 dürfte die Dyna Switchback sein, die sich mit wenigen Handgriffen vom Tourer in ein Custombike verwandeln lässt – Koffer und Windschild sind abnehmbar. Als einzige Dyna des kommenden Jahrgangs wird sie vom grossen 1690ccm-V2 (noch immer luftgekühlt!) angetrieben. ABS hat in der Zwischenzeit auch bei Harley bei der Modellmehrheit Einzug gehalten.

Harley-Davidson Night Rod Special: Ein knackigeres Heck, eine bequemer gestaltete Sitzposition (der Lenker ist nicht weniger als 76 mm näher zum Fahrer gerückt) und eine Upsidedown-Telegabel kennzeichnen die neue «Special» mit dem von Porsche entwickelten 125 PS-V2. Zum 10-jährigen Jubiläum gibt es sie auch als V-Rod 10th Anniversary in der Alu-Farbe des Ur-Modells.

Harley-Davidson Ultra Classic Electra Glide: Der beschauliche Luxus-Tourer für grosse Geniesser wird auf vielfachen Wunsch wieder ins Harley-Modellprogramm aufgenommen. Die liebevoll «E-Glide» genannte Harley bekam wie die neue Switchback den 1690ccm-V2.

Honda VFR 1200: Das erst ein Jahr alte Honda-Topmodell wurde leicht überarbeitet. Die Drehmomentschwäche im unteren Drehzahlbereich soll jetzt verschwunden sein, genauso wie störende Geräusche aus dem Doopelkupplungsgetriebe. Zudem wurde der Tank etwas vergrössert, und die VFR erhielt wie Crosstourer eine Traktionskontrolle.

Honda 1800 GoldWing: Der legendäre Supersize-Cruiser mit Sechszylinder-Boxermotor wurde wieder mal sanft überarbeitet. Neue Koffer mit mehr Stauraum, neue Scheinwerfer, ein noch bequemerer Sattel, ein aktuelleres GPS-Navigationssystem, ein neues Soundsystem mit iPod-Anschluss und leichte Retuschen an der Fahrwerksabstimmung kennzeichen den Luxus-Dampfer.

Honda CBR 1000 RR Fireblade: Optisch und technisch hat sich am Top-Sportmotorrad des grössten Motorradherstellers der Welt nicht allzuviel geändert. Es gibt zwar ABS, neue Räder, neue Aufhängungselemente, Retuschen an der Verkleidung und ein noch üppiger informierendes Cockpit, aber im Unterschied zur europäischen Konkurrenz und zur Yamaha R1 sowie der Kawasaki ZX-10R weiterhin keine Traktionskontrolle.

 

Honda Crosstourer 1200: Zweifellos eine der wichtigsten Neuheiten für die kommende Saison. Die in ein luxuriöses Reisetourer-Gewand gekleidete Crosstourer visiert mit ihrem gewaltigen V4-Motor, satten 129 PS und dem Alu-Brückenrahmen ganz klar das Motorrad Nummer 1 in Europa, die BMW R 1200 GS, an. Auf Wunsch gibt es wie bei der VFR 1200 ein Doppelkupplungsgetriebe, welches Schalten ohne Kupplung erlaubt. 126 Nm Drehmoment sind ein imposanter Wert. Mit 275 kg Fahrgewicht ist die Crosstourer aber ein mächtiger Brocken geworden.

 

Honda NC 700 S und NC 700 X: Niedrige Preise und Beschränkung auf das Wesentliche standen im Vordergrund der Entwicklung der beiden komplett neuen Einsteiger- und Mittelklasse-Hondas. Doch die 700er haben auch Interessantes zu bieten, insbesondere einen langhubigen, gemäss Hersteller äusserst genügsamen 670ccm-Zweizylinder (Twin) mit braven 52 PS sowie einen «Tank», in den sehr praxisgerecht auch ein Helm plus das Honda-U-Schloss passen. Auf Wunsch soll es sogar das Honda-Doppelkupplungsgetriebe geben (Schalten ohne Kuppeln) und natürlich ABS. Die S-Version ist im Prinzip ein klassisches Naked Bike, während die X mit ihren deutlich längeren Federwegen und der markanten Front der Crossrunner 800 ähnelt.

Honda VT 750 C2B: Die von der altbekannten Shadow abgeleitete C2B wird von einem aufwändigen Kardan-Antrieb statt einer Kette nach vorne getrieben. Deshalb ist sie auch etwas teurer. Das matte Dekor wird durch eine verchromte Auspuffanlage ergänzt, die Räder sind kleiner und breiter, der Radstand ist um 80 mm gewachsen. Die vermeintliche Upsidedown-Telegabel ist lediglich eine optische Täuschung, über den Gleitrohren sind Blenden angebracht.

Husqvarna Nuda 900: Dass der einst in schwedischem, dann italienischem und seit einigen Jahren in deutschem Besitz (BMW) befindliche Offroad-Spezialist auch den lukrativen Strassenmarkt drängen will, war seit langem bekannt. Die jetzt lancierte Nuda 900 begeistert mit ihrem eigenständigen, kantigen Erscheinungsbild, welches abgesehen vom verwendeten Motor (der Twin aus der F800-Serie von BMW wurde auf 898 ccm Hubraum vergrössert) nichts BMW-Typisches aufweist. Das sehr sportlich konzipierte Naked Bike leistet stramme 105 PS und wiegt vollgetankt nur 195 Kilo. Die Nuda gibt es in zwei Versionen: die R-Version hebt sich mit edlen Öhlins- bzw. Sachs-Federelementen, einer knackigeren Sitzbank und einer kürzeren Gesamtübersetzung von der Basismaschine ab.

Kawasaki ER-6F und ER-6N: Die seit Jahren bekannten, kostengünstigen und erfolgreichen Mittelklasse- und Einsteigermodelle bekamen neue Rahmen mit parallel geführten Rohren und sind damit unverkennbar. Die neue Schwinge in demselben Doppel-Design verstärkt diesen Eindruck. Daneben wurde die Sitzposition Damen- und Einsteiger-freundlicher gestaltet sowie das ABS verbessert. Dass die vollverschalte F-Version von vorn wie eine 1000er aus der ZX-Serie aussieht, ist absichtlich so gestaltet worden.

Kawasaki Versys 1000: Warum einen neuen Motor bauen, wenn man einen geeigneten Vierzylinder im Programm hat? Also baute Kawasaki kurzerhand eine leistungsreduzierte Variante des 1000er-Vierzylinders aus der SX-Serie in ein Reise-Enduro-Fahrwerk ein. Resultat ist die 118 PS starke und vollgetankt 239 kg schwere Versys 1000, die im Segment der BMW GS, der Tiger Explorer, Honda Crosstourer und Ducati Multistrada mitspielen will. Weitere Eckdaten: ABS, einstellbare Motor-Modi, 21,5-Liter-Tank, verstellbare Verkleidungsscheibe, umfangreiches Zubehör, und das Ganze zu einem attraktiven Preis.

Kawasaki ZZR 1400: Der bereits legendäre «Autobahn-Burner» der Grünen wurde gründlich überarbeitet. Neu sind am 200 PS-Bomber für die flinke Tagestour ans Nordkapp eine Traktionskontrolle (drei unterschiedliche Modi, drei Leistungscharakteristiken), der optimierte Rahmen, eine stärkere Schwinge, die Abstimmung der Federelemente sowie die Verkleidung inklusive respektheischender Sechslampen-Front. Der Hubraum des Vierzylinder-Motors wurde auf 1441 ccm vergrössert, der Durchzug im unteren Drehzahlbereich (ab 2000 U/min) soll damit deutlich verbessert worden sein.

Kawasaki W 800: Speziell für die Schweiz baut der Importeur Fibag rechtzeitig zur SWISS-MOTO ein Sondermodell des Klassikers mit dem Twin-Motor auf, das auf dem 2011 im Gentleman’s Racing Cup gefahrenen Modell beruht.

KTM 690 Duke: Der Herzog aus Österreich wird salonfähig. Denn das Styling des technisch hochinteressanten Einzylinders aus Mattighofen ist nicht mehr ganz so extrem ausgefallen wie auch schon. Knackige 70 PS aus 690 ccm bei nur 160 kg Kampfgewicht sollen nun zur Verfügung stehen. Auf winkligen Landstrassen dürfte damit der Herzog zum König aufsteigen. ABS ist serienmässig.

KTM 200 Duke: Die 24 PS starke 200er basiert auf der bekannten 125er, sieht aber aus wie eine Duke. Mit nur 127 kg Gewicht und einem sehr niedrigen Preis ist sie das passende Gerät für urbane Spritztouren.

KTM Freeride 350: Ein ganz neues Konzept bietet diese 350er – «nur» 24 PS, aber dafür federgewichtige 99 kg Gewicht; ein bisher konkurrenzloses Paket mit vielen Anleihen aus der Trial-Szene. Das Fahrwerk stammt zur Hauptsache vom KTM Freeride-Prototyp mit Elektromotor. Die Freeride ist ein Art Wander-Motorrad, on- und offroad. Aber mangels Soziusplatz nur für Solisten.

KTM 990 SMR: Leichte optische und technische Retuschen sowie die ABS-Integration in der Serie kennzeichnen die 990 SMR Jahrgang 2012.

Moto Guzzi California Vintage: Zur Feier des 90. Geburtstags der Marke aus Mandello del Lario am Comersee kommt die Vintage auf den Markt. Der Schriftzug aus den 30er Jahren und die orange/beige Farbe betonen den klassischen Charakter, der Sattel ist aus braunem Leder. Technisch ist mehr oder weniger alles beim alten geblieben, auch beim unverwechselbaren, quergestellten und noch immer luftgekühlten 90°-V2-Motor mit braven 74 PS.

Moto Guzzi V7 750: Die mit fünf Modellen üppig bestückte Einsteiger-V2-Reihe bei Moto Guzzi bekam einen komplett überarbeiteten, modernen Motor. Neu ist vor allem die Einzel-Drosselklappen-Einspritzung statt der urtümlichen Vergaser, was endlich Platz für die Knie schuf. Auch ein paar PS mehr sollen jetzt zur Verfügung stehen (insgesamt 51). Die Modelle: V7, V7 Spezial, V7 Racer, Nevada und Nevada Classic.

MV Agusta F3: Als erste Supersportlerin ist der Dreizylinder der F3 mit einer einfachen Traktionskontrolle ausgestattet. Gegen Aufpreis ist ein aufwändigeres System nachrüstbar. Die wie immer bei MV Agusta optisch einmalige und unverwechselbare F3 soll 128 PS abfeuern und vollgetankt rund 180 kg wiegen. Stylistisches Highlight sind die rechtsseitig geführten drei Rohre der Auspuffanlage.

MV Agusta Brutale 675: Gleichzeitig zum Produktionsstart der F3 zeigte die Firma aus Varese – deren legendärer Chef Claudio Castiglioni dieses Jahr verstorben ist – eine gestrippte Naked-Bike-Variante namens Brutale 675. Die Basis – also Motor, Rahmen und Schwinge – sollen mit der F3 identisch sein.

MV Agusta Brutale 920, R 1090 und RR 1090: Die seit 2002 angebotene Brutale-Reihe wird für 2012 neu geordnet. Einsteiger-Modell in die Oberklasse der Naked-Bikes von MV Agusta ist die bekannte 920ccm-Variante, dann folgt die R 1090 mit dem RR-Motor im alten 990 R-Chassis. Topmodell ist die RR 1090 mit nun grandiosen 158 PS.

Norton 961: Keine wirkliche Neuheit für 2012, aber in Zürich immer einen Hingucker wert ist die Norton 961. Die klassisch angehauchten Zweizylinder-Bikes, die den früheren englischen Norton nachempfunden sind und welche in der Schweiz vom legendären Tuner-Papst Fritz W. Egli importiert und betreut werden, haben bei uns bereits eine treue Fangemeinde gefunden.

Suzuki V-Strom 650: Bereits auf dem Markt ist die überarbeitete Mittelklasse-Reise-Enduro V-Strom 650. Die allseits hochgelobte Allrounderin ist sieben kg leichter geworden, der Spritverbrauch soll dank der Überarbeitung um rund zehn Prozent gesunken sein. Die optische Neugestaltung hat der Mittelklasse-Japanerin einen grossen Schuss zusätzliche Attraktivität verliehen.

Suzuki GSX-R 1000: Die früher ganz oben auf der Liste der Topsportler rangierende GSX-R 1000 hat in der vergangenen Jahren harte Konkurrenz aus Japan und insbesondere aus Europa bekommen. Deshalb wartete man gespannt auf das jüngste Update des Top-Sportmodells aus Hamamatsu. Fünf Kilo leichter ist die GSX-R geworden, schlanker und ranker also, und die neue Auspuffanlage steht ihr ebenfalls sehr gut zu Gesicht. Die Frage bleibt aber, ob sie auch ohne ABS, ohne Traktionskontrolle und andere elektronische Schmankerln ihren Weg machen und Erfolg haben wird.

Triumph Tiger 1200 Explorer: Das Styling mit dem Entenschnabel, die Verwendung eines Kardanantriebs statt einer Kette sowie die 17 (hinten) und 19 (vorn) Zoll grossen Räder lassen keine Zweifel offen – die Tiger Explorer ist eine volle Breitseite gegen die erfolgsverwöhnte BMW R 1200 GS, genauso wie die Honda Crosstourer 1200 und die Kawasaki Versys 1000. Mit ihrem 1215 ccm-Dreizylinder mit 137 PS übertrumpft die Britin die BMW zwar klar, aber sie stemmt mit 259 kg vollgetankt auch 15 Kilo mehr auf die Waage. Serienmässig bei der optisch stark am deutschen Vorbild orientierten Explorer sind Traktionskontrolle und ABS.

Triumph Tiger 1050: Trotz der neuen Explorer mit 1231 ccm bleibt die kleine Tiger mit «nur» 1050 ccm Hubraum im Programm. Mit neuen Farben, schwarz lackierten Felgen und Bremssätteln sowie technischen Retuschen wie einem niedrigeren Lenker und einer insgesamt strafferen Abstimmmung wird sie aber klarer von der neuen grossen Schwester abgetrennt.

Triumph Speed Triple R: Nach Street Triple und Daytona wird jetzt auch der Speed Triple eine «R»-Variante zur Seite gestellt. Spezialteile sind die Öhlins-Telegabel, leichtere PVM-Räder, einteilige Bremszangen und ein ausschaltbares ABS. Dazu gibt’s einige Kleinteile aus Karbon plus ein spezielles Dekor.

Triumph Bonneville T 100: In nur 1100 Exemplaren weltweit soll es die «Steve Mc Queen Edition» in Khaki-Farbe geben. Die technische Basis entstammt, abgesehen von Solo-Sitz, der T 100 Classic.

Yamaha YZF-R1: Im Unterschied zu Suzuki hat jetzt auch Yamaha sein Sport-Topmodell mit einer Traktionskontrolle (sechs Stufen sind frei wählbar) ausgestattet. Dazu gab es Detailkorrekturen und eine leicht veränderte Frontverkleidung. Motor und Fahrwerk blieben ansonsten unangetastet.

Text: Markus Lehner

Hier können Sie Bilder zu allen Neuheiten herunterladen.


SWISS-MOTO 2012

Dauer:

16. bis 19. Februar 2012

Ort:
Messe Zürich, Hallen 1 bis 7

Veranstalter:
MCH Messe Schweiz (Zürich) AG

Öffnungszeiten:
Donnerstag: 10 bis 21 h
Freitag: 10 bis 22 h
Samstag: 9 bis 19 h
Sonntag: 9 bis 18 h

 

Eintritt:
Erwachsene: CHF 22.-
Studenten/AHV/IV Kinder (7 bis 16 J.): CHF 12.-

Familienticket (2 Erwachsene und 1-4 Kinder bis 16 J.): CHF 47.-
Abendticket ab 18 h: CHF 12.-
Dauerkarte: CHF 40.-
SWISS-MOTO Party: CHF 20.-
Kombi Messe/Party: CHF 35.-
Ladies Friday (17.2) freier Eintritt für alle Frauen

Internet:
www.swiss-moto.ch

Interaktiv:
www.facebook.com/swissmoto.zuerich
www.youtube.com/swissmotoZuerich


Ansprechpartner für die Medien
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Messeleiter
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Adresse
MCH Messe Schweiz (Zürich) AG
SWISS-MOTO
Wallisellenstrasse 49
CH-8050 Zürich
www.swiss-moto.ch

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